Gute Gründe für den Rollator

„Ein Rollator gibt nicht nur Halt und Sicherheit, sondern schenkt Menschen mit eingeschränkter Mobilität auch ein Stück Freiheit. Wer schlecht sieht, setzt eine Brille auf – wer nicht gut zu Fuß ist, sollte ebenso selbstverständlich einen Rollator nutzen. Mein Tipp: Achten Sie beim Kauf eines Rollators auf Qualität – für mehr Sicherheit und Lebensfreude!“Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand
der Deutschen Seniorenliga e.V.

Mobilität ist die wichtigste Voraussetzung, um bis ins hohe Alter eine selbstständige Lebensführung aufrechterhalten zu können. Den meisten älteren Menschen gelingt das heutzutage sehr gut – mehr als 90 Prozent der über 65-Jährigen leben bei weitgehend guter Gesundheit in den eigenen vier Wänden und versorgen sich selbst. Doch was ist, wenn Sie

  • es immer beschwerlicher finden, das Haus zu verlassen, um Freunde zu treffen oder Besorgungen zu machen?
  • immer häufiger das Bedürfnis haben, sich festzuhalten oder befürchten zu stürzen?
  • sich nach einer Hüft- oder Rücken-OP noch nicht sicher auf den Beinen fühlen oder nur unter Schmerzen gehen können?

Dann ist es gut zu wissen, dass es nützliche Alltagshelfer gibt, auf die man sich verlassen kann. Eine solche Stütze im wahrsten Sinne des Wortes ist der Rollator. Suchen Sie am besten Ihren Hausarzt auf. Sieht er die Notwendigkeit einer entsprechenden Verordnung, wird er Ihnen ein Rezept für den Rollator ausstellen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten, erhalten Sie für eine bestimmte Summe im Sanitätshaus leihweise ein einfaches Standardmodell. Entscheiden Sie sich für einen hochwertigeren Rollator, zahlen Sie die Differenz zum Festbetrag aus eigener Tasche. In beiden Fällen bleibt der Rollator im Besitz des Sanitätshauses.

Wenn Sie sich einen Rollator auf eigene Kosten anschaffen, können Sie sich ein Modell aussuchen, das exakt Ihren Wünschen und Anforderungen entspricht. Auf dieser Webseite möchten wir Sie bei der Auswahl eines für Sie passenden Rollators unterstützen. Wählen Sie aus, wie Sie den Rollator nutzen möchten. Wir geben Ihnen Ausstattungsempfehlungen, auf die Sie beim Kauf eines Rollators achten sollten.

Welches Rollator-Modell benötigen Sie?

Seit auch Discounter Billig-Rollatoren aus Asien auf den Markt werfen, ist das Angebot an unterschiedlichen Modellen enorm gewachsen. Allerdings ist billig nicht gleich gut und eine fundierte Entscheidung ohne Beratung kaum möglich. Wir geben Ihnen an dieser Stelle eine Orientierungshilfe für die Anschaffung eines Rollators. Welcher Rollatortyp für Sie in Frage kommt, hängt davon ab, wie Sie ihn nutzen möchten. Unsere Ausstattungsempfehlungen für die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten sollen Ihnen bei der Kaufentscheidung helfen. Dazu haben wir die wichtigsten Qualitätskriterien für Sie in den folgenden Übersichten zusammengestellt.

Wo werden Sie den Rollator hauptsächlich nutzen?

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Tipps zur Handhabung

Der beste Rollator taugt nichts, wenn man nicht richtig mit ihm umgehen kann. Das liegt jedoch weder am Rollator, noch an seinem Nutzer – vielmehr fehlt es in den meisten Fällen an einer gründlichen Einweisung. Nun fragen Sie sich vielleicht, was es im Umgang mit dem Rollator groß zu beachten gibt. Die Antwort lautet: Eine ganze Menge! Das fängt schon bei der Einstellung der richtigen Höhe an und hört bei der Bedienung der Bremsen oder im Umgang mit Hindernissen wie Bordsteinkanten längst nicht auf. Damit es durch den ungeübten und falschen Gebrauch des Rollators nicht zu Unfällen kommt, stellen entsprechende Schulungen eine wichtige Maßnahme zur Sturzprophylaxe dar.

Unsere kleine Rollatorschule

  • Einstellen der richtigen Höhe: Lassen Sie die Arme locker herabhängen. Die Griffe sollten etwa auf Höhe der Handgelenke eingestellt werden.
  • „Seit 2010 biete ich als Verkehrs-sicherheitsberater für Senioren Trainings für Rollatornutzer an. Nach einer theoretischen Einführung machen wir gemeinsam einen Ausflug. Daraus ergeben sich die Fragen und Probleme für den praktischen Teil von alleine. So sind wir auch auf den Schwerpunkt des Rollatortags im vergangenen Jahr gekommen – die Sicherheit in Bussen und Bahnen. Das Ein- und Aussteigen sowie das richtige Verhalten während der Fahrt sind für Senioren eine große Herausforderung, die geübt sein will. Viele Einrichtungen haben unser Konzept des Rollatortrainings mittlerweile übernommen. Das freut uns sehr, denn nur auf breiter Ebene kann es uns gelingen, die Sicherheit von Senioren im Straßenverkehr zu verbessern.“Joachim Tabath, Hauptkommissar der Polizei Düsseldorf, Bereich Verkehrsunfallprävention

  • Die richtige Körperhaltung beim Gehen: Laufen Sie im Rollator und nicht dahinter! Schieben Sie ihn deshalb nicht wie einen Einkaufswagen vor sich her, das birgt die Gefahr eines Sturzes. Durch einen möglichst geringen Abstand zwischen Körper und Rollator beugen Sie außerdem Rückenschmerzen vor.
  • Bremsen während des Gehens: Damit der Rollator bei einem Gefälle nicht wegrollt, können Sie durch Heranziehen und Halten des Bremshebels die Fahrt verlangsamen.
  • Feststellen der Bremse: Wollen Sie sich hinsetzen, müssen Sie vorher unbedingt die Bremse feststellen. Dazu drücken Sie den Bremshebel mit dem Handballen so weit nach unten, bis er einrastet.
  • Sitzen auf dem Rollator: Drehen Sie sich zwischen den Handgriffen des Rollators um, so dass Sie mit dem Rücken zur Sitzfläche stehen. Stützen Sie sich mit den Händen auf den Griffen des Rollators ab, beugen Sie den Oberkörper nach vorne und setzen Sie sich langsam hin. Verfügt Ihr Rollator über einen Rückengurt, sitzen Sie nicht nur bequemer, sondern verhindern auch, nach hinten kippen zu können.
  • Überwinden von Bordsteinkanten und Türschwellen: Fahren Sie schräg an kleinere Hindernisse heran und schieben Sie die Vorderräder einzeln über die Kante. Verfügt Ihr Rollator über eine Ankipphilfe, kleine Tritthebel auf Höhe der Hinterräder, nutzen Sie diese bitte. Ist die Bordsteinkante dennoch zu hoch, suchen Sie sich am besten eine Stelle, an der die Gehsteigkante abgesenkt ist.
  • Zusammen- und Auseinanderfalten: Premiumrollatoren werden längs zusammengefaltet. Dazu ziehen Sie einfach einen Entriegelungsgurt auf der Sitzfläche nach oben, drücken die Tragegriffe zusammen und fixieren den Sicherheitsbügel an diesen. Praxistests haben gezeigt, dass die meisten Senioren die sogenannten Querfalter in der Regel nicht alleine zusammenfalten und verstauen können.

Deutscher Rollatortag

Den sicheren Umgang mit dem Rollator können Senioren am besten im Rahmen einer Schulung erlernen. Aus diesem Grund haben die Deutsche Seniorenliga e.V. und ihre Partner 2012 den Deutschen Rollatortag ins Leben gerufen. Bei der bundesweiten Veranstaltungsreihe, die mittlerweile schon in die dritte Runde geht (Stand: April 2014), absolvieren Rollatornutzer unter Anleitung ein Sicherheitstraining mit Übungsparcours. Gleichzeitig informieren Experten über das richtige Verhalten im Straßenverkehr und überprüfen die Rollatoren auf ihre Sicherheit. Für die erfolgreiche Teilnahme gibt es einen Rollatorführerschein.

Träger des Deutschen Rollatortags sind die Sanitätshäuser von Sanitätshaus Aktuell zusammen mit dem norwegischen Premiumrollatorenhersteller TOPRO, der Deutschen Seniorenliga e.V., der Polizei Düsseldorf, der Düsseldorfer Verkehrswacht, der Landesverkehrswacht NRW sowie der Deutschen Bahn AG.

Informationen zum Konzept des Rollatortags sowie die Schulungstermine und -orte finden Sie im Internet unter:

Nützliches Zubehör

Für die meisten Rollatoren wird Zubehör angeboten. Auch hier gibt es Unterschiede. Während Zubehör für Standardmodelle lediglich universal ist, gibt es von verschiedenen Premiumherstellern zum Beispiel individuell anpassbare und ohne Werkzeug montierbare Rückengurte und Schirme, ein seniorengerechtes Schloss für den Rollator oder auch eine Diebstahl- und Vandalismus-Versicherung, die einen Ersatz im Schadensfall garantiert. Viele sinnvolle Ausstattungsmerkmale der Premiummodelle sind nachrüstbar – achten Sie am besten bereits bei der Beratung durch den Fachmann auf Ihre Wunschausstattung, damit Ihre Bedürfnisse bestmöglich berücksichtigt werden.

Hier ein paar Beispiele für Zubehör, mit dem Sie aus einem Premium-Rollator IHREN Premium-Rollator machen:

  • Schirm mit Multifunktionsarm
  • Multifunktionsnetz
  • Gepäcktasche, ideal für Ihre Wertsachen
  • Sauerstofftasche, speziell für COPD-Patienten mit tragbaren Sauerstoffflaschen
  • Unterarmauflagen
  • Reflektorensatz: rundherum besser gesehen werden
  • Führungsgriff für Begleitperson
  • Lampe, gibt Sicherheit auch in der Dunkelheit
  • Getränkehalter, damit der Durst jederzeit gelöscht werden kann
  • Tablett, rastet sicher ein, ist leicht abzunehmen und zu reinigen
  • Antirutsch-Matte für den sicheren Transport Ihrer Tassen, Teller etc. auf dem Tablett
  • Stockhalter
  • Rückengurt, gepolstert
  • Rollatorschloss zum Abschließen und Sichern Ihres Premiumrollators
  • LED-Alarm, mit integriertem Bewegungs- und Dämmerungssensor: Alarm ertönt, wenn der Rollator zur Seite fällt
  • Transporttasche für die Reise in Flugzeug, Bus und Bahn

Links zu Tests und Empfehlungen